Die Unentbehrlichkeit der Aufklärung

Ein Manifest

 

Religion

Religiöse Welterklärungen sind im 21. Jahrhundert durch das von der modernen Wissenschaft geprägte naturalistische Weltbild überholt. Auch die Sinngebung ist nun eine eigenständige geistige und kulturelle Leistung der Menschen, die ihre Überzeugungskraft nicht mehr aus religiösen Heilslehren gewinnen kann, auch nicht aus deren säkularen Varianten, den politischen Religionen.

Warum spielen religiöse Glaubenssysteme auch in den westlich geprägten Gesellschaften, die den Prozeß der Aufklärung durchlaufen haben, weiterhin eine erhebliche Rolle? Sie befriedigen psychische Bedürfnisse.

Sinngebung und Trost bei Schicksalsschlägen, göttliche Vorsehung oder scheinbare geschichtliche Notwendigkeit, ideologisch begründete moralische Überlegenheit, ausgleichende Gerechtigkeit in einem Jenseits, ein Weiterleben nach dem Tod oder eine über den Tod hinausreichende persönliche Bedeutsamkeit als religiöser Märtyrer oder ideologischer Wegbereiter sind und bleiben attraktive Vorstellungen, von denen sich ein erheblicher Teil der Menschen vielleicht niemals lösen wird.

Zudem bieten die Religionen weltanschauliche Selbstvergewisserung und sozialen Zusammenhalt in einer Gemeinschaft Gleichgesinnter. Gemeinsame Rituale und Feiern und die verschiedensten anderen sozialen Aktivitäten wirken der Vereinzelung und Vereinsamung entgegen. Hilfsmaßnahmen im Rahmen religiöser Organisationsstrukturen erfüllen den Wunsch, anderen Menschen zu helfen. All dies ist auch durch säkulare Organisationen möglich. Die Religionsgemeinschaften sind jedoch oftmals organisatorisch stabiler und zeichnen sich durchflächendeckende regelmäßige Termine und Aktivitäten in ihrem Verbreitungsbereich aus. Außerdem besteht bei konfessionslosen Menschen mit einer säkularen Lebensorientierung offensichtlich ein geringeres Bedürfnis, Aktivitäten in einer Weltanschauungs-gemeinschaft zu entwickeln oder hieran teilzunehmen. Dies führt dazu, daß säkulare Lebensorientierungen im gesellschaftlichen Leben weniger in Erscheinung treten, als es ihrer Verbreitung in der Bevölkerung entspricht.

Mit vielen religiösen Lebensorientierungen können sich alle Bürger moderner, pluralistischer Gesellschaften gut arrangieren. Dies gelingt immer dann, wenn die religiösen Menschen in ihrer überwiegenden Mehrheit die Haltung der Toleranz soweit akzeptiert haben, daß sie ihren Mitbürgern zubilligen, nach anderen weltanschaulichen Orientierungen zu leben.

Zwar ist die religiösen Überzeugung oft mit einem absoluten Wahrheits-anspruch verbunden. Deshalb fällt es religiösen Menschen schwerer, andere ihr Leben nach deren Überzeugungen gestalten zu lassen. Wenn es etwa um Fragen wie Schwangerschaftsabbruch oder selbstbestimmtes Sterben geht, sollen sich alle an religiös motivierte Grenzziehungen halten. Für diese Normen wird dann in säkularer Verkleidung argumentiert, um sie auch denjenigen nahezubringen, die eine religiös begründete Argumentation nicht nachvollziehen können.

Durch Traditionen, das größere Sendungsbewußtsein und den besseren Organisationsgrad der religiös Überzeugten hat religiös geprägtes Denken im rechtlichen und politischen Prozeß auch in den pluralistischen Demokratien immer noch einen überproportionalen Einfluß. Dies kann säkulare Menschen, die sich an autonomen Wertabwägungen orientieren, in ihrer Lebensgestaltung im Einzelfall schwerwiegend beeinträchtigen. Diese Beeinträchtigungen fallen jedoch in einer pluralistischen Demokratie vergleichsweise gering aus und können in einem friedlichen demokratischen Prozeß allmählich weiterabgebaut werden. Wie man zum Beispiel an der Anerkennung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare sieht, kommen Veränderungen, die Freiheit erhöhen und ideologisch bedingte Diskriminierungen abbauen, dann nach jahrelangen Diskussionen manchmal überraschend schnell zustande.

Problematisch sind dogmatische, politisch aggressive Religionen, denen jegliche Relativierung ihrer Geltungsansprüche fernliegt und die eine unbedingte Dominanz ihrer religiösen Anschauungen für die ganze Gesellschaft beanspruchen. Die Geschichte demonstriert uns wieder und wieder, daß das Potential für derartige totalitäre Ansprüche in jeder transzendentalen und säkularen Religion steckt und eine Gewalttätigkeit freisetzen kann, die bis zum Massenmord reicht. Auch Religionen, die im allgemeinen relativ friedfertig auftreten, wie der Buddhismus, sind hiergegen nicht gefeit.

Die größten Probleme in globalem Maßstab durch aggressive Intoleranz verursacht derzeit der Islam. Wie alle anderen religiösen Grundlagenschriften ist der Koran ein Text, der von Menschen in einer bestimmten historischen Situation verfaßt wurde. Der Inhalt solcher Texte ist aus der jeweiligen Situation heraus zu verstehen. Man sieht dies im konkreten Beispiel bereits an den Unterschieden, die zwischen den auf Mohammeds Lebensperioden in Medina und in Mekka zurückgehenden Teilen des Korans bestehen. Der Text des Korans entstand in einem langwierigen Prozeß, dessen Einzelheiten Gegenstand historischer Forschung sind. Die Textgestalt wurde dabei immer wieder durch politisch motivierte Anordnungen beeinflußt. In ihrer heute in der muslimischen Welt überwiegend anerkannten Version geht sie auf eine Veröffentlichung der al-Azhar-Universität in Kairo 1924 zurück.

Der Koran in dieser Fassung wird in der muslimischen Welt mehrheitlich als unmittelbar zu befolgende göttliche Offenbarung betrachtet. Dagegen ist In der christlichen Welt heutzutage eine historisch-kritische Betrachtungsweise der Bibel wissenschaftlicher Standard und dies prägt in hohem Maße auch die gesellschaftliche Auseinandersetzung. Es eröffnet die Möglichkeit, den Text nicht als unmittelbare Handlungsanweisung zu verstehen, sondern ihn durch Interpretation an die Bedingungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Eine historisch-kritische Betrachtungsweise des Korans kann demgegenüber bisher fast ausnahmslos nur außerhalb der islamischen Welt stattfinden.

Aus dieser Situation ergibt sich die religiöse Intoleranz der muslimischen Gesellschaften und Staaten. Leider ist es unwahr, daß der islamistische Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun hat. Er ist vielmehr die extremste Ausprägung der islamischen Intoleranz.

Wo in der islamischen Welt gibt es Religionsfreiheit? Religionsfreiheit, die diesen Namen wirklich verdient, bedeutet, daß die friedliche Ausübung jeder Religion uneingeschränkt möglich ist und jedenfalls in der staatlich verantworteten Erziehung religiöse Toleranz gelehrt wird. Religionsfreiheit bedeutet, daß alle Religionen öffentlich für sich werben und Kult- und Versammlungsstätten errichten können. Sie bedeutet, daß Angehörige der verschiedensten Religionen selbstverständlich miteinander und auch mit Konfessionslosen oder erklärten Atheisten eine zivile Ehe eingehen können.

Religionen mögen die Gleichberechtigung von Mann und Frau ablehnen. Sie mögen gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen und Lebensgemeinschaften als unmoralisch betrachten. Wenn sie jedoch eine politische Dominanz beanspruchen, die derartige Anschauungen zum Maßstab der Rechtsordnung und des staatlichen Handelns machen will, so ist dies im 21. Jahrhundert überall auf der Welt inakzeptabel.

Wie gehen wir mit intoleranten Religionen um? Wie gehen wir mit dem Islam als dem derzeit global problematischsten Beispiel einer solchen Religion um?

Beginnen wir mit einer alltäglichen Wahrnehmung. Was wollen uns Muslime und Musliminnen sagen, wenn sie darauf bestehen, daß sich Frauen vom Kopftuch bis zu weitergehenden Verhüllungen in der Öffentlichkeit an die islamische Kleiderordnung halten? Ich meine nicht die Musliminnen aus ländlichen Religionen, für die diese Kleiderordnung noch eine selbstverständliche, traditionelle Gewohnheit ist. Die Frage richtet sich an städtische Muslimminen und Muslime und sie sollte verstanden werden als eine höfliche Anfrage und eine Anregung über den Sinn und die Botschaft der islamischen Kleiderordnung in der heutigen Zeit nachzudenken. (ohne daß jemand hierzu Stellung nehmen muß, wenn er nicht Kinder an einer öffentlichen Schule unterrichten oder eine vergleichbare gesellschaftliche Funktion einnehmen will).

Das islamische Kopftuch und in noch stärkerem Maße die weitreichenderen Verhüllungen von Frauen sind in der derzeitigen Situation kein harmloses Symbol religiöser und kultureller Zugehörigkeit. Ihre theologische Rechtfertigung ist auch bei einer islamimmanenten Denkweise dünn. Die Verhüllung von Frauen hat mit zentralen Anliegen der islamischen Religion ebenso wenig zu tun, wie der Zölibat mit dem Kerngehalt des Christentums. Noch vor wenigen Jahrzehnten galt die Verhüllung von Frauen, in welchem Ausmaß auch immer, in den städtischen Regionen vieler islamischer Staaten keineswegs als religiöse Pflicht. Was also soll sie zum Ausdruck bringen? Die Befürwortung einer konservativen, unkritischen Interpretation der islamischen Religion? Wohlanständigkeit als Schutz gegen männliche Begehrlichkeiten und Übergriffe? Sollten da nicht besser die Männer dazu erzogen werden, Frauen unabhängig von deren Bekleidungsvorlieben als gleichberechtigte Menschen zu respektieren? Das Kopftuch als Zeichen islamischer Identität wird man erst wieder unbefangen tragen können, wenn Frauen in der islamischen Welt nicht mehr wegen der Einhaltung von Kleidungsvorschriften drangsaliert, bedroht und angegriffen werden. Daß die muslimischen Frauen in der westlichen Welt nicht ebenfalls erheblichem sozialem Gruppendruck ausgesetzt sind und sich durchwegs freiwillig islamischen Kleidungsvorschriften unterwerfen, darf zudem sehr bezweifelt werden.

  Zum Thema Kopftuch empfehle ich den ausgezeichneten Artikel von Kacem El Ghazzali:

https://www.nzz.ch/feuilleton/islamisches-kopftuch-kein-symbol-fuer-selbstbestimmung-ld.1321150

Die vielfältigen Probleme mit dem Islam machen auch verschärft deutlich, daß konfessioneller Religionsunterricht an staatlichen Schulen ein Anachronismus ist. Aufgabe der Schulen ist es, sich in einem an allen staatlichen und privaten Schulen verpflichtenden Lehrfach aus der Perspektive von Außenstehenden mit den verschiedenen Religionen und Weltanschauungen zu beschäftigen und die Schüler nach besten Kräften zu weltanschaulich kritikfähigen Menschen zu erziehen.

Religiöser Fanatismus gewinnt durch soziale Perspektivlosigkeit an Attraktivität. Insbesondere in der Phase jugendlicher Begeisterungsfähigkeit hat sich aber leider auch eine relativ gute soziale Integration nicht als unbedingter Schutz hiergegen erwiesen. Das Recht auf Meinungsfreiheit rechtfertigt es nicht, fundamentalistische Religiosität und dogmatische Ideologiegläubigkeit jeglicher Ausprägung Im gesellschaftlichen Alltag und in der Erziehung als Privatsache anzusehen werden und sie resignativ oder distanziert hinzunehmen, statt sie aktiv zu kritisieren. Religionen haben auch blasphemische Kritik und Verspottung zu tolerieren. Wenn hierdurch allerdings lebensbedrohliche Gewalt angestoßen wird, kann der Verzicht auf derartige Provokationen besser sein. Die „Schere im Kopf“ ist nicht die Schande derjenigen, die sie im Kopf haben, sondern die Schande derjenigen, die sie ihnen aufgezwungen haben. Daß Mohammed-Karikaturen lebensgefährlich sind, ist eine Schande für die muslimische Welt. Wenn sie der Karikaturist deswegen unterläßt, ist dies keine Schande für ihn.

 

Moral

Moral ist eine menschliche Kulturleistung, die durch die Freiheitsgrade möglich und notwendig geworden ist, die dem Menschen infolge seines komplexen Gehirns zugewachsen sind. Da wir Menschen Entscheidungen treffen und da wir in diesen Entscheidungen durch Erziehung und Appelle, durch moralische Überlegungen und durch Prinzipien beeinflußbar sind, ist die Frage, welches Ausmaß an Willensfreiheit wir besitzen, von beschränkter Bedeutung für die Moral.

Moral ist nichts Absolutes oder Statisches. Andererseits sollten wir geschichtliche Erfahrungen hinsichtlich dessen, was dem Menschen möglich und angemessen ist, nicht ignorieren. Nicht nur die Sorge für andere, sondern auch die Sorge für sich selbst, hat moralischen Wert.

Trotz aller Rückfälle gibt es in der Geschichte der Menschheit moralischen Fortschritt.

In den modernen, freiheitlichen, pluralistischen Rechtsstaaten hat die Toleranz gegenüber den unterschiedlichsten Anschauungen und Formern der Lebensführung ein weit höheres Maß erreicht als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit.

Während moralische Verpflichtungen einst nur im Nahbereich galten, kann heute kein Zweifel an der prinzipiell universellen Geltung moralischer Ansprüche und Verpflichtungen mehr bestehen, wie unvollkommen diese auch nach wie vor eingelöst werden. Zwar ist es gleichermaßen eine psychologische Tatsache wie eine Frage der Praktikabilität, daß uns moralische Verpflichtungen mit zunehmender Nähe stärker und bindender erscheinen. In den bedeutendsten Kodifizierungen und Deklarationen moralischer Verpflichtungen steckt jedoch der Anspruch der universellen Gültigkeit, seien es nun die Goldene Regel in ihren verschiedenen positiven und negativen Formulierungen oder die Zehn Gebote. Die universelle Gültigkeit grundlegender Normen kann über mehr oder weniger lange Zeiträume mißachtet werden, wie etwa durch den Sklavenhandel, die Rassensegregation in den U.S.A., die Apartheid in Südafrika, den Antisemitismus, das indische Kastenwesen und die vielen, immer neu auftretenden, menschenverachtenden Diktaturen. Irgendwann jedoch überwinden die Menschen diese moralisch unhaltbaren Zustände, welche Opfer es auch kosten mag.

 

Recht

Recht ist eine Kulturleistung der Menschheit, die dazu dient, Konflikte in geordneter Weise zu regeln und auf diese Weise unkontrollierte und allgegenwärtige Gewaltanwendung zu vermeiden. Im Recht sollte sich eine soziale Minimalmoral manifestieren, auf die die Gesellschaft nicht verzichten kann und zu deren Bewahrung und Einhaltung sie zur Anwendung von Sanktionen bereit ist.

Das Recht sollte allen Bürgern eine gleichberechtigte Abwägung ihrer Interessen garantieren, unabhängig von Geschlecht, Weltanschauung und der Zugehörigkeit zu ethnischen und sozialen Gruppen. Dies bedeutet auch, daß für die Inanspruchnahme des Rechtssystems keine finanziellen Hürden errichtet werden dürfen, die es den Bürgern de facto unmöglich machen, eine rechtliche Klärung von Konflikten herbeizuführen.

Recht kann in autokratischen und diktatorischen Staatssystemen mißbraucht werden, um die Menschen unveräußerlicher Rechte zu berauben, sie zu disziplinieren und zu unterdrücken.

Seit die Menschen den Kanon an Menschen- und Bürgerrechten entwickelt haben, der sich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und den Verfassungen der pluralistischen Demokratien findet, sind konkrete Rechtssetzungen ungültig und moralisch unverbindlich, wenn sie gegen diesen Maßstab verstoßen. Jeder Mensch ist dann berechtigt, derartige Rechtssetzungen zu mißachten und Widerstand gegen ihre Anwendung zu leisten. Sie sind auch rückwirkend ungültig.

 

Staat

Insbesondere seit dem Zeitalter der Aufklärung wurde im westlichen Kulturkreis eine wesentliche kulturelle Errungenschaft der Menschheit geschaffen: der freiheitliche, pluralistische Rechtsstaat. Er ist durch die Trennung und weitgehende Unabhängigkeit von Exekutive, Legislative und Judikative und die Garantie von Menschen- und Bürgerrechten gekennzeichnet.

Diese Errungenschaft ist ein unveräußerliches Kulturgut der Menschheit. Sie ist selbst dort immer wieder gefährdet, wo sie die längste Tradition hat und von stabilen verläßlichen Institutionen verteidigt wird. Jeder Mensch hat das Recht, überall auf der Welt für den freiheitlichen, pluralistischen Rechtsstaat einzutreten. Jeder Mensch hat das Recht, gegen autoritäre Regime, die seine Einführung verhindern wollen oder gegen autoritäre politische Bewegungen, die ihn abschaffen wollen, Widerstand zu leisten. Auch die Ermächtigung oder Selbstermächtigung durch eine tatsächliche oder behauptete Mehrheit, rechtfertigt kein Zurück hinter diese Errungenschaft. Welche Form des Widerstands gegen derartige Bestrebungen gerechtfertigt ist, richtet sich nach dem mehr oder weniger großen Rechts- oder Unrechtscharakter der aktuellen staatlichen Ordnung und nach den zu erwartenden Konsequenzen der möglichen Formen des Widerstands.

Ein weiterer wesentlicher kultureller Fortschritt sind Bundesstaaten und Staatenbündnisse, insbesondere wenn sie aus freiheitlichen, pluralistischen Rechtsstaaten bestehen. Sie sichern den Frieden und können Freizügigkeit und einen möglichst ungehinderten wirtschaftlichen Austausch gewährleisten. Wenn dabei das Prinzip der Subsidiarität mißachtet wird und eine Überbürokratisierung mit unangemessener Bevormundung von oben nach unten entsteht, gerät diese Organisationsstruktur in Gefahr. Regionaler Separatismus und nationale Abschottung und Kleinstaaterei sind jedoch die falsche Antwort auf derartige Probleme. Diese sollten stattdessen durch regionale Autonomie in vernünftigem Umfang und Reformen der übergeordneten staatlichen Strukturen angegangen werden.

Staatenbündnisse demokratischer Staaten brauchen ein konsequentes, eskalierbares und auch wider deeskalierbares Repertoire von politischen Sanktionen gegen Mitglieder, die hinter die Grundprinzipien des freiheitlichen, pluralistischen Rechtsstaats zurückfallen.

 

Gesellschaft

Die Bewertung einer Gesellschaftsform beginnt mit der Frage, ob sie in der Lage ist, die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen und zwar die grundlegenden Bedürfnisse aller oder – bei einem unausweichlichen Mißverhältnis zwischen der Zahl der Menschen und den verfügbaren Ressourcen – zumindest die einer möglichst großen Zahl.

Gelingt dies nicht, ist die wirtschaftliche Gleichheit offensichtlich unzureichend. Die Forderung nach unbedingter wirtschaftlicher Gleichheit steht dagegen im Widerspruch zu der Tatsache, daß die Menschen auch an Fähigkeiten und Ansprüchen nicht gleich sind. Zudem lehrt die Geschichte, daß immer dann, wenn wirtschaftliche Gleichheit als vorrangiges Ziel angestrebt oder vorgeschoben wird, Eigeninitiative, Eigenverantwortung und Freiheit unterdrückt werden, es den meisten Menschen schlecht geht und nur neue Formen der Oligarchie und Autokratie errichtet werden.

Gleichheit an Rechten, Gleichheit vor dem Gesetz, gleiche Ansprüche auf gesellschaftliche Positionen und möglichst große Chancengleichheit, diese auch zu erreichen – diese Form der Gleichheit ist dagegen ein wesentliches und unzweideutig anstrebenswertes Ziel.

 

Geschichte

Die Geschichte ist ein offener Prozeß mit ungewissen Ergebnissen. Sie kann die Menschen zu globaler Demokratie und zu globalem Wohlstand führen, aber auch zu einer globalen Diktatur und langfristigen, extremen wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten. Sie kann zu einer dauerhaften, wenn auch nicht ewigen Sicherung der menschlichen Lebensgrundlagen auf unserer Erde führen oder aber zur Selbstvernichtung der Menschheit, lange bevor kosmische Veränderungen die Erde unbewohnbar machen. Daß die Menschheit es trotz ihrer Schwächen und Grausamkeiten bis hierher geschafft hat, zeugt davon, daß wir Menschen auch viele Talente und positive Eigenschaften haben, garantiert aber nicht, daß wir auch weiter überleben und die Zukunft erfolgreich und mit Anstand bewältigen werden. Was passiert, liegt an uns allen, nicht an göttlichen Plänen, nicht an zwangsläufigen geschichtlichen Gesetzen und Mechanismen.

 

Natur

Aufgrund eines relativ unwahrscheinlichen Zusammentreffens einer Vielzahl günstiger Bedingungen ist auf unserer Erde menschliches Leben möglich geworden. Vielleicht sind damit die einzigen Beobachter des kosmischen Geschehens entstanden. Zumindest ist es aufgrund der kosmischen Raum-Zeit-Verhältnisse sehr unwahrscheinlich, daß Beobachter des kosmischen Geschehens in verschiedenen Regionen des Kosmos, so es sie denn mehrfach geben sollte, jemals zu einer Kommunikation innerhalb der kulturellen, geschweige denn der individuellen Lebenszeit dieser Beobachter in der Lage sein könnten.

Hinweise auf eine kosmische Instanz, die an der Existenz der Menschheit oder gar einzelner Menschen Anteil nimmt oder ein Interesse hieran hat, gibt es nicht.

Die Natur kennt keinerlei moralische Kriterien, abgesehen von denjenigen, die mit der Natur- und Kulturgeschichte von Lebewesen mit einem hochentwickelten Gehirn, wie dem des Menschen, in die Welt gekommen sind. So ist auch Gerechtigkeit ein Konzept, das in der außermenschlichen Natur nicht vorkommt. Manche Menschen sterben nach einem kurzen Leben an Krankheiten, Unfällen oder Gewalttaten. Dies ist nicht die Folge des Wirkens geheimnisvoller Schicksalsmächte und metaphysischer Wesen, es ist einfach nur Pech.

Da die Natur unsere Existenz nur ermöglicht, es aber keine Instanz gibt, die ein Interesse an uns Menschen hat, können wir uns auch nicht darauf verlassen, daß die Natur dauerhaft Bedingungen bereitstellt, die unsere weitere Existenz ermöglichen. Die Menschheit war in ihrem Fortbestand wiederholt gefährdet. Sie wurde im vulkanischen Winter vor etwa 74 000 Jahren wahrscheinlich bis auf wenige tausend Individuen reduziert und wäre beinahe ausgestorben. Große Vulkanausbrüche oder Asteroiden-Einschläge könnten auch unter modernen Kulturbedingungen eine vergleichbare Katastrophensituation verursachen. Nicht gegen jede Naturkatastrophe großen Ausmaßes können wir mit Erfolg bestehen. Wir können jedoch unsere Ressourcen zur bestmöglichen Abwehr derartiger Gefahren einsetzen und uns etwa mit dem Schutz vor Asteroiden beschäftigen, statt sie für ein so unsinniges Projekt wie eine Kolonie auf dem lebensfeindlichen Mars zu vergeuden.

Andere Risiken sind allerdings sehr viel konkreter absehbar. Wenn wir die übermäßige Vermehrung der Menschheit nicht in den Griff bekommen und nicht zusehends intelligenter wirtschaften, können wir durch eine Natur-Kultur-Katastrophe auch selbstverschuldet unsere eigene Existenz gefährden. Intelligent genug werden wir nur dann wirtschaften, wenn wir der außermenschlichen Natur und insbesondere nichtmenschlichem Leben einen eigenständigen Wert beimessen, die vom Menschen unbeeinflußte Natur jedoch nicht verherrlichen.

Es steckt mehr Klugheit in der Aufforderung, die Menschen sollten sich die Erde untertan machen, als es der heutige Zeitgeist wahrhaben will. Kulturelle Leistungen sind das entscheidende Überlebensrezept der Menschheit. Hierzu gehören, neben vielem anderen, die Zuchterfolge in Ackerbau und Viehzucht. Heutzutage kann man hierbei mit gentechnischen Mitteln schnellere und gezieltere Ergebnisse erzielen. Eine Fundamentalopposition gegen derartige Verfahren ist irrational und bedeutet eine widersinnige Distanzierung von unserer kulturellen Tradition.

Die Glorifizierung eines möglichst geringen ökologischen Fußabdrucks ist nicht zu Ende gedacht. Kaum jemand aus einer modernen Gesellschaft würde ernsthaft unter den Bedingungen eines Naturvolks leben wollen. Wir würden zu Recht weder die Lebenserwartung noch die Versorgung im Falle schwerwiegender Erkrankungen akzeptabel finden. Und sobald erst einmal der Weg zur modernen Zivilisation beschritten ist, ist der bestmögliche Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen nur durch eine zunehmend intelligentere technische und gesellschaftliche Organisation zu erreichen. Entwicklungs- und Schwellenländer, die noch damit kämpfen, die Grundbedürfnisse erheblicher Teile der Bevölkerung befriedigen zu können, sind verständlicherweise hierzu nicht in der Lage. Deswegen macht auch eine Selbstbezichtigung hochentwickelter Wohlfahrtsstaaten als Umweltsünder keinen Sinn. Es ist augenfällig, daß nur diese den bestmöglichen Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen unter den Bedingungen einer relativ hohen Bevölkerungsdichte gewährleisten können. Andererseits handeln solche Staaten umweltpolitisch unverantwortlich, sobald sie, um ihren eigenen, strengen Standards zu genügen beziehungsweise diesen auszuweichen, umweltbelastende Produktionsverfahren in Länder mit geringeren Standards auslagern. Verlagerungen problematischer Produktionen sollten politisch nur akzeptiert werden, wenn dabei gleichwertige Schutzstandards bei Arbeits- und Umweltschutz gewährleistet werden.

Kulturleistungen aller Art erfordern Energie- und Ressourcenverbrauch. Die Konsequenz hieraus sollte nicht in einer bevormundenden, asketischen Gesellschaft liegen. Stattdessen sollten wir daran arbeiten, das Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen, unsinnige Ressourcenverschwendung zu vermeiden und intelligenter und effizienter zu wirtschaften.

 

Wissenschaft

Wissenschaft ist systematisches Streben nach Erkenntnis, daß sich an Logik, Beobachtung und der dem Gegenstand angemessenen größtmöglichen Einfachheit orientiert. Wissenschaft kennt Prinzipien, aber keine Dogmen. Wissenschaftliche Annahmen werden – wenn auch bisweilen mit Verzögerung und gegen erhebliche Widerstände – revidiert, wenn gute Gründe hierfür vorgebracht werden.

Wir verdanken es der Wissenschaft, daß wir eine realistische Vorstellung von unserer Position als Menschen haben. Dies gilt für die kosmischen Dimensionen und ebenso für die biologische und kulturelle Entwicklung auf der Erde.

Wir verdanken es der Wissenschaft, wenn wir heute länger leben und unsere Leiden besser beheben oder lindern können als früher.

Kritik an Behauptungen und Kritik an Erkenntnisinteressen oder Arbeits-abläufen der Wissenschaft gehört zu dieser selbst und zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit ihr. Diese Kritik rechtfertigt nicht die Verweigerung wissenschaftlichen Denkens und die Unterdrückung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Unkritisches Denken und Wissenschaftsfeindlichkeit sind mit individuellen und politischen Gefahren verbunden und führen in vielfacher Weise zu negativen moralischen Konsequenzen.

Impfgegner machen sich der fahrlässigen Körperverletzung schuldig, wenn ihre Kinder aufgrund des fehlenden Schutzes erkranken, dauerhafte Schäden erleiden oder gar sterben. Organspendeverweigerer stellen unbegründete diffuse Ängste oder nachrangige Pietätsüberlegungen über Gesundheit und Leben anderer Menschen. Politiker, die aus religiösen Gründen die Evolutionstheorie aus dem Schulunterricht verbannen oder geschichtliche Fakten fälschen oder durch einseitige Darstellung deformieren, machen sich der arglistigen Täuschung schuldig und erschweren es den Menschen, ihren Platz in der Natur- und Kulturgeschichte angemessen einzuschätzen. Wer sich einer realistischen Bestandaufnahme der Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt verweigert, trägt zur Gefährdung der Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit bei.

 

Sinn

Sinn ist ein menschliches Konzept. Die Natur und alle anderen Lebewesen existieren. Die Menschen können ihrem Leben einen Sinn geben, der über ihre bloße Existenz hinausgeht. Das kann anständig oder großartig sein, aber auch abstoßend oder bedrohlich. Manchmal wäre es besser, die Menschen würden den Sinn ihres Lebens mehr in den grundlegenden Ereignissen und den einfachen Freuden finden, die das Leben bereithält.

Solange man nicht von einem unerträglichen Leiden belastet wird oder unter einem fortgeschritten körperlichen oder geistigen Abbau leidet, sollte man in der Lage sein, seinem Leben einen Sinn zu geben

Wenn Sinngebung etwa bedeutet, sich liebevoll um die eigene Familie zu kümmern und eine nützliche Aufgabe in der Gesellschaft zu erfüllen, so ist dies anständig. Hervorragende wissenschaftliche, künstlerische oder humanitäre Leistungen oder gar die Aufopferung für andere Menschen oder für eine freiheitliche, rechtsstaatliche Gesellschaft sind großartig. Man muß das Anständige und das Großartige nicht gegeneinander ausspielen, beides ist der Mühe wert, beides macht uns Menschen aus und unser Dasein lebenswert.

Wenden wir uns gegen das Unanständige und das Zerstörerische. Andere Menschen im privaten oder sozialen Bereich herabzusetzen, zu quälen und zu tyrannisieren, ist abstoßend. Das von allen moralischen Restriktionen befreiende Sendungsbewußtsein, die Sinngebung eines religiösen und ideologischen Fanatismus, und das rücksichtslose Machtstreben sind bedrohlich und zerstörerisch.

 

Tod

Wir Menschen können über unser individuelles Leben hinausdenken und dies läßt uns die Vorstellung verführerisch erscheinen, auch unsere geistige Existenz müsse über unsere Lebensspanne hinausreichen. Daß diese nicht von unserer körperlichen Existenz zu trennen ist und mit ihr zugrunde geht, stellt einen schwer zu akzeptierenden Affront dar. Es gibt jedoch keinerlei überzeugende Hinweise darauf, daß die Idee einer unsterblichen Seele mehr sein könnte als eine tröstliche Illusion.

Nach unserem Tod bleibt die Erinnerung anderer Menschen an uns und über individuelle Erinnerungen hinaus bleibt das, was wir von unserem geistigen Leben auf Informationsträgern hinterlassen konnten, die andere Menschen entschlüsseln und verstehen können. Es bleiben – von klein bis groß, von großartig bis schrecklich – die Spuren, die wir in der sozialen, kulturellen und politischen Geschichte hinterlassen. Niemand kann sich nach seinem Tod an diesen Spuren freuen oder ihrer schämen. Dennoch beschäftigen wir uns mit dem, was andere Menschen später von uns und unserem Leben halten werden. Oft geht davon ein positiver moralischer Einfluß aus. Leider finden aber einige von uns auch Befriedigung daran, durch monströse Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Menschen oder herausragende Greueltaten in Erinnerung zu bleiben.

Im kosmischen Maßstab ist die gesamte geistige Existenz der Menschheit als ein flüchtiges Auftreten bewußter Existenz in einem ansonsten möglicherweise bewußtseinslosen Kosmos zu betrachten.

Den Tod muß man nicht herbeiwünschen, solange sich sinnvolle Perspektiven für das weitere Leben finden lassen. Ist die individuelle Lebenssituation aussichtslos geworden ist, muß man das Leben aber auch nicht als schicksalshafte Last ertragen, der man kein Ende setzen darf.

Advertisements

Säkularer Humanismus und religiöse Bedürfnisse

„So to me the important challenge is not to debunk religion, but to address its issues in better ways.“

„Für mich liegt die wesentliche Herausforderung nicht darin, die Religion zu Fall zu bringen, sondern darin,  bessere Antworten auf die Bedürfnisse zu finden, die in ihr zum Ausdruck kommen.“

 

Physik-Nobelpreisträger Frank Wilczek in seiner Antwort auf die Edge-Jahresfrage 2008

 

Inwieweit kann und sollte ein säkularer Humanismus religiöse Bedürfnisse befriedigen?

Es schadet nicht, wenn das gemächlich vor sich hin dümpelnde Schifflein der Aufklärung von Zeit zu Zeit durch eine Sturmböe wie 2006 Dawkins „Gotteswahn“ etwas beschleunigt, durcheinandergewirbelt und von neuem ins Bewußtsein einer breiteren Öffentlichkeit getrieben wird. Die Religion bleibt bei jedem derartigen Ereignis ein wenig zerzauster zurück. Aber auch die Takelage des Kritikers bleibt nicht unbeschädigt: http://www.kahl-marburg.privat.t-online.de/Dawkinskritik.pdf 

Nicht lange und der Wind hat sich wieder gelegt und die Religion besteht fort und fort. Sie leidet zwar unter den psychischen Deformationen und persönlichen Leidenswegen, die von den institutionalisierten dogmatischen Religonsgemeinschaften in bedauerlichem Umfang verursacht werden und aus deren Innerem immer wieder an die Oberfläche dringen, wie dies aktuell vor allem die katholische Kirche betrifft. Dennoch erweisen sich religiöse Überzeugungen als erstaunlich resistent, auch gegenüber moderater, sachlicher, gut begründeter Kritik in Gesellschaften mit einem relativ hohen Bildungs- und Säkularisierungsgrad.

Jenseits aller im Detail mehr oder weniger berechtigter Erklärungsansätze, die das Phänomen „Religion“ provoziert, seien sie nun evolutionärer, historischer, soziologischer oder psychologischer Natur, haben auch aufgeklärte moderne Menschen weiterhin religiöse Bedürfnisse. Auf diese Tatsache haben vorrangig negative Religionskritiker wie Dawkins keine ausreichende Antwort. Wenn Dawkins die Teilnahme am wissenschaftlichen Erkenntnisprozeß sowohl in der aktiven Rolle des forschenden Wissenschaftlers als auch in der rezeptiven Rolle des interessierten Laien als Lebenssinn empfiehlt (so etwa am Ende des zweiten Kapitels von „Unweaving the Rainbow“), so ist dies zwar ein berechtigter Teilaspekt für die Sinngebung im menschlichen Leben, aber keine ausreichende Antwort auf die Reichhaltigkeit religiöser Ansätze.

Nicht alles, was Religionen können, kann auch ein säkularer Humanismus. Er kann keine Hoffnung auf Unsterblichkeit und ausgleichende Gerechtigkeit in einem Jenseits machen. Er kann nicht die Illusion nähren, daß – abgesehen von der Erinnerung anderer Menschen an uns und unseren mehr oder weniger bedeutsamen und vergänglichen Beiträgen zur menschlichen Kultur – unser Bewußtsein unsere physische Existenz überdauern könnte.

Aber das meiste, was Religionen können, kann auch ein säkularer Humanismus. Und er kann es besser, nämlich ohne intellektuelle Opfer und  – jedenfalls in seinen intelligenteren Varianten – ohne dogmatische Tabus.

Erkenntnisstreben, Liebe, Mitmenschlichkeit, Lebensfreude, ästhetische Ansprechbarkeit, innerweltliche Spiritualität – nichts davon ist auf religiösen Glauben und religiöse Institutionen angewiesen. Auch die globale Durchsetzung von Menschen- und Bürgerrechten ist eine – leider noch weitgehend unerfüllte – Kulturleistung, zu der zwar auch aufgeklärte religiöse Menschen Wesentliches beitragen, bei der die Bilanz der Religionen insgesamt aber selbst bei wohlwollender Betrachtung zumindest äußerst durchwachsen ausfällt, die also jedenfalls nicht von diesen abhängt.

Der säkulare Humanismus steht dauerhaft im Spannungsfeld zwischen gründlicher philosophischer Analyse und Kritik mit wissenschaftlichem Anspruch, aber oft nur geringer gesellschaftlicher Wirksamkeit und der ganz alltäglichen Präsenz bei Diskussionen, Festen, Feiern, Übergangsriten. Dergestalt „religiösen Bedürfnissen“ gerecht zu werden, bleibt – bei vergleichsweise prekärer organisatorischer Struktur – weitgehend die immer wieder neue Aufgabe und dann auch das Verdienst einzelner Persönlichkeiten. Auch auf diese hinzuweisen, wird immer wieder ein Anliegen dieses Blogs sein.